ISO 14731 – Schweißaufsicht und Schweißkoordination
ISO 14731 definiert die Anforderungen an die Schweißaufsicht. Sie legt fest, welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten Schweißaufsichtspersonen haben und auf welchem Qualifikationsniveau sie tätig sein müssen.
Qualifikationsstufen nach ISO 14731
Internationaler Schweißingenieur (IWE/EWE)
Höchste Qualifikationsstufe. Voraussetzung: Ingenieurstudium oder vergleichbar. Für komplexe schweißtechnische Aufgaben, EXC3/EXC4.
Internationaler Schweißtechniker (IWT/EWT)
Mittlere Stufe. Voraussetzung: Techniker- oder Meisterabschluss. Für Standardaufgaben, EXC2 bei mittlerer Bauteilkomplexität.
Internationaler Schweißfachmann (IWS/EWS)
Grundstufe. Voraussetzung: Berufsausbildung. Für einfache Schweißaufgaben, EXC1/EXC2 bei geringer Bauteilkomplexität.
Aufgaben der Schweißaufsicht nach ISO 14731
Häufig gestellte Fragen zu ISO 14731
Was regelt ISO 14731?
ISO 14731 legt die Aufgaben und Verantwortlichkeiten von Schweißaufsichtspersonen fest. Die Norm beschreibt, welche schweißtechnischen Kenntnisse für die Koordinierungsaufgaben beim Schweißen erforderlich sind und auf welchem Qualifikationsniveau diese Kenntnisse vorhanden sein müssen.
Was ist der Unterschied zwischen IWE, IWT und IWS?
Internationaler Schweißingenieur (IWE/EWE): Höchstes Niveau, für komplexe Schweißaufgaben. Internationaler Schweißtechniker (IWT/EWT): Mittleres Niveau, für Standardaufgaben. Internationaler Schweißfachmann (IWS/EWS): Grundniveau, für einfache Aufgaben. Im Geltungsbereich der EN 1090 entscheidet allerdings nicht der Abschluss, sondern das in EN 1090-2 Tabelle 14 geforderte Wissensniveau B/S/C — abhängig von Ausführungsklasse, Stahlsorte und Erzeugnisdicke.
Welche Qualifikation brauche ich für EN 1090 EXC2?
EN 1090-2:2018 fordert kein bestimmtes Diplom, sondern ein technisches Wissensniveau nach ISO 14731 — basis (B), spezifisch (S) oder umfassend (C). Tabelle 14 (Abschnitt 7.4.3) staffelt es nach Ausführungsklasse, Stahlsorte und Erzeugnisdicke: In EXC2 genügt für S235–S355 bis 25 mm das Niveau B, darüber steigt es auf S und C; höherfeste Güten (S420–S700) starten bei S. In EXC3 beginnt die Staffel bei S, EXC4 verlangt durchgehend C. Dass B, S und C in der Praxis über IWS, IWT und IWE nachgewiesen werden, ist eine Zuordnung aus der DVS-/EWF-Praxis und steht so nicht in der Norm.
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